Typische Kosten in der Ausbildung

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Eine Ausbildung bedeutet das erste eigene Gehalt – aber auch neue Ausgaben. Welche Kosten auf dich zukommen und welche Förderungen du beantragen kannst, erfährst du hier.

Diese Kostenbereiche solltest du kennen

  • Lebenshaltung: Zur Lebenshaltung zählen alle laufenden Kosten im Alltag. Dazu gehören vor allem Ausgaben für Essen und Trinken, Handy und Internet, Kleidung, Freizeit und persönliche Dinge.
  • Wohnen: Wenn du nicht mehr zu Hause wohnst, musst du Miete zahlen. Je nach Stadt unterscheiden sich die Preise erheblich. Informiere dich rechtzeitig über den Wohnungsmarkt vor Ort. Überlege dir auch, wie hoch deine monatliche Preisgrenze ist.
  • Mobilität: Wenn du mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu deinem Ausbildungsbetrieb fährst, kostet dich das Geld. Informiere dich über die aktuellen Sprit- und Ticketpreise.

Tipp:Tipp: Viele Verkehrsbünde bieten besondere Tarife für Auszubildende an – es lohnt sich nachzufragen.

  • Lern- und Arbeitsmittel: Die Ausbildungsbetriebe stellen dir einige Lern- und Ausbildungsmittel zur Verfügung. Materialien wie zum Beispiel Schulbücher musst du jedoch selbst bezahlen. 
  • Prüfungsgebühren: Prüfungsgebühren übernimmt in der Regel dein Ausbildungsbetrieb. Auf der Seite deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) kannst du dich darüber informieren.

Finanzielle Auswirkungen einer Teilzeitausbildung

Du kannst deine Ausbildung auch in Teilzeit abschließen, zum Beispiel, wenn du ein Kind betreust oder Angehörige pflegst. Dabei arbeitest du weniger Stunden als in Vollzeit. Die genaue Arbeitszeit wird mit deinem Ausbildungsbetrieb vereinbart.

In der Regel wird deine Vergütung entsprechend angepasst. Manche Betriebe zahlen aber trotz Teilzeit die volle Vergütung – informiere dich am besten vorher dazu.

Tipp:Tipp: Wenn du mehr über Teilzeitausbildungen erfahren möchtest, hilft dir der Beitrag Ausbildung in Teilzeit weiter.

Hilfsangebote und Förderleistungen

Ob du in der Ausbildung Geld bekommst, hängt von deiner Ausbildungsform ab. In einer dualen Ausbildung erhältst du eine Vergütung vom Betrieb. In schulischen Ausbildungen ist das nicht immer der Fall – außer zum Beispiel in Pflegeberufen. Wenn du finanzielle Unterstützung brauchst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Unterstützung beantragen.

Wichtig:Wichtig: Wie viel du verdienst, hängt von deinem Ausbildungsberuf und der Tarifbindung deines Betriebs ab. Deine Ausbildungsvergütung sagt aber nichts darüber aus, wie viel du später im Beruf verdienen wirst. Mehr dazu erfährst du im Beitrag Was du in der Ausbildung verdienst.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Reicht deine Ausbildungsvergütung nicht aus, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen BAB beantragen. Den Antrag stellst du bei der Agentur für Arbeit.

BAföG: Bei schulischen Ausbildungen kannst du unter bestimmten Voraussetzungen BAföG erhalten. Zuständig ist das Amt für Ausbildungsförderung am Wohnort deiner Eltern.

Wenn du eine Behinderung hast und eine Ausbildung oder berufsvorbereitende Maßnahme machst, kannst du möglicherweise Ausbildungsgeld beantragen. Die Beratung für berufliche Rehabilitation und Teilhabe (Reha-Beratung) der Bundesagentur für Arbeit unterstützt dich dabei.

Wichtig: Die Reha-Beratung hilft dir bei Fragen zu Ausbildung, Unterstützung und Fördermöglichkeiten. Vereinbare bei Bedarf einen Termin.

Wenn du für deine Ausbildung umziehen musst, kannst du gegebenenfalls einen Mobilitätszuschuss beantragen. Sprich dazu mit deiner Beratungsfachkraft bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

Tipp: Manche Betriebe zahlen Zuschüsse, zum Beispiel für das Deutschlandticket. Frag einfach nach!

Kindergeld wird meist bis zum 18. Geburtstag gezahlt. Wenn du eine Ausbildung machst, können deine Eltern unter bestimmten Voraussetzungen bis zu deinem 25. Geburtstag weiter Kindergeld bekommen. In manchen Fällen kann eine direkte Auszahlung auch an dich erfolgen.

Wenn du keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder BAföG hast und nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, kannst du bei passenden Voraussetzungen Wohngeld beantragen. Den Antrag stellst du bei der Wohngeld-Stelle deiner Stadt oder Gemeinde.

Wichtig:Wichtig: Ein Nebenjob kann dein Einkommen während der Ausbildung ergänzen. Sprich vorher mit deinem Ausbildungsbetrieb darüber. Was du sonst noch beachten musst, steht im Beitrag Nebenjob während der Ausbildung.

Tipp:Tipp: Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit unterstützen dich bei der Suche nach passenden Förderungsmöglichkeiten. Vereinbare jetzt einen Termin.

Überprüfe mit der Checkliste Was kostet mein Leben?, ob du dich mit den Kosten auskennst.

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