Übergangszeit im Inland: Deine Möglichkeiten

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Die Übergangszeit nach der Schule, in der nicht direkt eine Ausbildung oder Studium begonnen wird, wird auch oft Orientierungsjahr oder Gap Year genannt.

Diese Auszeit muss aber nicht immer ein ganzes Jahr sein – und du musst dafür auch nicht unbedingt ans andere Ende der Welt reisen. Im Gegenteil: Die Möglichkeiten, diese Überbrückungszeit im Inland zu verbringen, sind vielfältig. Einige stellen wir dir hier vor.

Freiwilliges Jahr

Das Freiwillige Soziale Jahr ist wohl das bekannteste Bildungs- und Orientierungsjahr in Deutschland. Mindestens sechs Monate lang kannst du als junger Mensch zwischen 15 und 27 Jahren in einer gemeinnützigen Einrichtung arbeiten. Dazu gehören beispielsweise Pflege- oder Sozialdienste, Krankenhäuser und Kindertagesstätten – aber auch Sportverbände, Museen oder Schulen. Neben der praktischen Arbeit finden Seminare statt, in denen du dich fortbilden und mit anderen Freiwilligen austauschen kannst. Die Maximaldauer des FSJ beträgt 18 Monate (in besonderen Ausnahmefällen 24 Monate) und erfordert, dass du die Schule abgeschlossen hast.

Tipp:Tipp: Seit einigen Jahren gibt es auch das FSJ digital, wo der Freiwilligendienst mit einem digitalen Projekt verbunden wird. Zum Beispiel in der Instandhaltung der Technik einer Einrichtung oder der Pflege einer Webseite oder eines Social-Media-Auftritts.

Lies mehr zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und finde heraus, ob es zu dir passt!

Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) verläuft ähnlich wie das FSJ, hat jedoch einen starken Fokus auf Natur- und Umweltschutz. Beispiele für Einsatzorte sind biologische Landwirtschaftsbetriebe, Umweltbehörden, Verbände oder Nationalparks. Die Dauer des FÖJ beträgt mindestens sechs Monate und maximal 18 Monate (in besonderen Fällen auch 24 Monate). In Ausnahmefällen kann das Jahr in Teilzeit absolviert werden.

Erfahre mehr zum Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und finde heraus, ob es für dich infrage kommt!

Wer sich für Wissenschaft und Forschung interessiert und gerne mal in einem Labor arbeiten würde, kann ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) in Erwägung ziehen. Das FWJ ist kein geschützter Begriff und wird von manchen Einrichtungen auch als Freiwilliges Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) aufgeführt. Das FWJ wird entweder als Form des FSJ oder des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) angeboten und findet unter den entsprechenden Bedingungen an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen statt.

Im Gegensatz zu den Freiwilligen Jahren gibt es beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) keine Altersgrenze. „Bufdis“ (so nennt man die Absolventinnen und Absolventen eines BFD) sind mindestens 6 und maximal 24 Monate im Einsatz. Eine weitere Besonderheit: Ein BFD kann mehrfach absolviert werden. Die Einsatzstellen sind in denselben Bereichen angesiedelt wie die des FSJ: Wohlfahrtsverbände, Krankenhäuser, Kinderheime oder Kultureinrichtungen.

Mehr Infos findest du auf der Seite zum Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Es besteht die Möglichkeit, den Freiwilligen Wehrdienst (FWD) bei der Bundeswehr zu absolvieren. Hier erhältst du eine militärische Ausbildung und lernst dabei den Beruf einer Soldatin beziehungsweise eines Soldaten kennen. Anders als in den übrigen Freiwilligen Jahren musst du hierfür mindestens 17 Jahre alt sein. Der FWD dauert zwischen 7 und 23 Monaten, wobei ab 12 Monaten eine Bereitschaft zu einem möglichen Auslandseinsatz beziehungsweise einer Versetzung innerhalb Deutschlands gegeben sein muss. Die ersten 6 Monate dienen als Probezeit.

Lies mehr zum Freiwilligen Wehrdienst (FWD) und finde heraus, ob er zu dir passt!

Bei sogenannten Workcamps handelt es sich um Kurzzeitfreiwilligendienste. Diese dauern zwischen 2 und 4 Wochen. In dieser Zeit arbeitest du gemeinsam mit anderen Freiwilligen aus aller Welt an gemeinnützigen Projekten in Deutschland. Die Themengebiete sind verschieden: Du kannst dich beispielsweise im Naturschutz, in der ökologischen Landwirtschaft oder in der Denkmalpflege engagieren, aber auch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Tipp:Tipp: Die meisten deutschen Workcamp-Anbieter haben sich zur Trägerkonferenz der Internationalen Jugendgemeinschafts- und Jugendsozialdienste zusammengeschlossen. Auf ihrer Webseite workcamps.org findest du mehr Infos und Hilfe bei der Auswahl einer Organisation. 
 

Die Abkürzung WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“. Dabei handelt es sich um ein globales Netzwerk, das Freiwillige an Biohöfe vermittelt. Als WWOOFerin oder WWOOFer arbeitest du auf einem ökologischen Hof mit und lernst, wie nachhaltige Landwirtschaft funktioniert. Als Gegenleistung bekommst du Unterkunft und Verpflegung gestellt, ein Gehalt bekommst du aber nicht. Grundsätzlich kannst du dein WWOOF in Deutschland, aber auch im Ausland absolvieren. Die Dauer deines Aufenthalts kannst du individuell mit deiner Gastgeberin oder deinem Gastgeber vereinbaren.

Mehr Infos findest du auf der Seite zum WWOOF.

Jobben

Du hast den Schulabschluss in der Tasche und willst die Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studienstart sinnvoll nutzen? Ein Job während der Überbrückungszeit füllt nicht nur dein Bankkonto, sondern auch deinen beruflichen Erfahrungsschatz.

Ob im Verkauf, in der Gastronomie, bei einem Nachhilfe-Institut oder in der Kinderbetreuung – auch ohne Berufserfahrung hast du einige Möglichkeiten zu jobben. Viele Betriebe suchen vor allem in den Sommermonaten Aushilfskräfte, sodass sich ein Blick auf den Stellenmarkt schon direkt nach den Abschlussprüfungen lohnt.

Dafür kannst du Jobbörsen wie die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit nutzen oder in deinem Bekanntenkreis nachfragen. Außerdem kann es hilfreich sein, in der eigenen Nachbarschaft die Augen offen zu halten: Sucht vielleicht der Bäcker um die Ecke oder das Café in der Innenstadt gerade Verstärkung?

Tipp:Tipp: Hier erhältst du nützliche Infos zur Bewerbung für Ausbildung, Praktikum und Job.

Praktikum

Auch ein Praktikum ist hilfreich, um erste Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen. Viele Unternehmen und Behörden bieten Orientierungspraktika für Schülerinnen und Schüler sowie Schulabsolventinnen und -absolventen an, die bis zu 3 Monate dauern. Diese freiwilligen Praktika werden in der Regel nicht vergütet (dies ist erst ab einer Dauer von 3 Monaten der Fall).

Praktikumsstellen findest du in verschiedenen Praktikumsbörsen und auf Firmenwebseiten.

Orientierungsstudium

Du interessierst dich grundsätzlich für ein Studium, aber zweifelst noch, ob das der richtige Weg für dich ist? Dann kann ein Orientierungsstudium nützlich sein. Hierbei kannst du als Schulabsolventin oder Schulabsolvent an Lehrveranstaltungen verschiedener Studiengänge teilnehmen und so ein Gefühl für die Anforderungen des Unialltags bekommen.

Erhalte noch mehr Infos zum Orientierungsstudium und finde heraus, wie es abläuft und was es beinhaltet.

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