Die Berufsorientierung ist eine aufregende Zeit mit vielen neuen Erfahrungen und Herausforderungen. Nicht nur für Ihr Kind, sondern auch für Sie: Denn in der Elternrolle stellen Sie sich ganz andere Fragen als Ihr Sohn oder Ihre Tochter. In den Elternbeiträgen von meinBERUF finden Sie eine Vielzahl an Möglichkeiten, Ihr Kind auf seinem Weg zu begleiten und zu unterstützen – und finden auch Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen.

Was kann ich tun, wenn mein Kind …
Inhalte der Seite:
... noch am Anfang steht
Ihr Kind steht noch ganz am Anfang seiner Orientierungsphase, die eigenen Stärken und Interessen sind noch unklar. An dieser Stelle geht es erst einmal darum, die richtige Richtung zu finden.
Oft stehen Eltern zu Beginn der Berufsorientierung genauso ratlos da wie Ihre Kinder – und das ist vollkommen in Ordnung. In vielen Fällen reicht es schon, wenn Sie bei der Recherche unterstützen, zuhören und Anregungen geben. Konkretere Hinweise zu Ihren Möglichkeiten finden Sie im Beitrag Eltern und ihre Rolle in der Berufsorientierung.
Viele junge Menschen interessieren sich ab der 7. Klasse für die Berufsorientierung, die Studienorientierung beginnt etwa ab der 10. Klasse. In diesem Zeitrahmen finden oft auch jeweils die ersten Praktika statt. Eine umfangreiche Hilfestellung zu den wichtigsten Stationen der Berufsorientierung finden Sie im Beitrag Fahrplan für die Berufswahl: Wann können Eltern helfen?.
Raum geben und gleichzeitig immer da sein, Erwartungen formulieren, ohne Freiräume zu nehmen: In dieser Lebensphase scheinen diese Elternaufgaben manchmal schwieriger denn je. Wie so oft hilft ein ehrliches Gespräch: Sagen Sie Ihrem Kind, was Sie sich für seine Zukunft wünschen – und stellen Sie klar, dass Sie es auch unterstützen, wenn es einen anderen Weg geht. Wie das konkret aussehen kann, lesen Sie im Beitrag Eltern und ihre Rolle in der Berufsorientierung.
Aller Anfang ist schwer. Vor allem, wenn man damit beginnen soll, einen komplett neuen Lebensabschnitt vorzubereiten. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es noch gar nicht darum geht, alle Antworten für die Zukunft zu finden – für den Anfang reicht es oft schon, die richtigen Fragen zu stellen. Welche das sind, können Sie zum Beispiel im Beitrag Dein Weg zum Beruf in 8 Schritten entdecken oder in einem Erstgespräch bei der Berufsberatung herausfinden.
Wo trifft das, was ich gut kann, auf das, was mich begeistert? Um das herauszufinden, helfen dem Kind oft schon Gespräche mit Ihnen als Eltern oder mit Lehrkräften. Sollten in der Schule keine Angebote stattfinden, können Sie als Eltern Gesprächstermine mit den Lehrkräften oder Beratungsstellen für Ihr Kind vereinbaren. Weitere Möglichkeiten finden Sie zum Beispiel im Beitrag Was sind Stärken?. Passende Übungen hält der Beitrag So entdeckst du deine Stärken bereit. Außerdem hilft der Berufsorientierungstest Check-U Ihrem Kind dabei, in sich hineinzuhorchen und liefert sogar konkrete Vorschläge für passende Ausbildungsberufe (ab der 8. Klasse) und Studiengängen (ab der 10. Klasse).
Tipp:Tipp: Ihre Frage wird hier nicht beantwortet? Dann stellen Sie sie gerne direkt einer Expertin oder einem Experten und vereinbaren Sie einen Termin mit der Berufsberatung.
... unsicher ist, welche Berufswege zu ihm passen
Ihr Kind hat erste Ideen, wohin die berufliche Reise gehen könnte und vielleicht sogar schon erste Pläne für die Zeit nach dem Abschluss.
Wenn Sie oder Ihr Kind sich unsicher sind, welcher Weg der Richtige ist, finden Sie Hilfe dazu im Beitrag Ausbildung, Studium oder beides?. Allerdings heißt es für junge Menschen heute nicht mehr zwangsläufig, sich für eine Variante entscheiden: Viele Ausbildungsberufe ermöglichen den Hochschulzugang über eine berufliche Qualifikation und über ein Duales Studium lassen sich sogar beide Welten kombinieren – inklusive Vergütung. Mehr Infos dazu finden Sie im Beitrag Duales Studium: Alles, was du wissen musst.
Tatsächlich geht das fast allen Eltern so – wer hat schon einen vollständigen Überblick über so viele Ausbildungsberufe und Studiengänge? Unterstützen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn bei der Recherche nach Berufsfeldern, Studienrichtungen und Unternehmen. Wenn möglich, teilen Sie Ihre eigenen Erfahrungen aus der Berufswelt oder sprechen Sie passende Kontakte in Ihrem Netzwerk an. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit bietet Ihnen zudem Unterstützung, sollten Sie beispielsweise nicht (mehr) berufstätig sein. Noch mehr Möglichkeiten, Ihr Kind zu unterstützen, finden Sie im Beitrag Eltern und ihre Rolle in der Berufsorientierung.
Wenn Ihr Kind sich für einen schwer erreichbaren Beruf interessiert, hilft es manchmal schon, die Realität hinter diesem vermeintlichen Traumjob aufzuzeigen. Will ihr Kind beispielsweise Influencer werden, finden Sie im Beitrag Influencer/in werden: Der Realitätscheck umfangreiche Informationen zum echten Leben hinter der Handykamera. Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kind aber auch darüber, was es an der jeweiligen Karriere so reizt. Oft geht es dabei um Aspekte, die man auch in alltäglicheren Berufen ausleben kann. Anhaltspunkte für so ein Gespräch bietet der Beitrag Deine Wünsche und Motive für die Berufswahl.
Es ist nicht ungewöhnlich, sich nach dem Schulabschluss eine Auszeit zu nehmen und neue Erfahrungen zu sammeln. Freiwilligendienste und Auslandsaufenthalte bieten neue Perspektiven und geben Ihrem Kind Zeit, sich über seine Wünsche für die Zukunft klar zu werden. Außerdem bereichern sie den Lebenslauf. Welche Möglichkeiten Ihr Kind hat, um die Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studienstart zu überbrücken, entdecken Sie auf der Themenseite Übergangszeit.
Tipp:Tipp: Auf dieser Seite finden Sie spannende Podcasts für Eltern, die verschiedene Berufsbilder, Ausbildungswege und Möglichkeiten für Menschen mit besonderen Anforderungen beleuchten.
... Hilfe bei der Entscheidung braucht
„Das ist es, was ich machen will.“ Wenn dieser Satz fällt, beginnt der nächste spannende Abschnitt der Berufsorientierung. Aber was, wenn er zu lange auf sich warten lässt?
Wenn die Wahl zwischen 2 oder 3 Richtungen schwerfällt, sind Praktika meist eine gute Hilfe, um einen besseren Eindruck von den jeweiligen Berufen zu bekommen. Auch Gespräche mit Menschen, die den Wunschberuf schon ausüben, können viel bewirken. Ist stattdessen auch nach langer Recherche unklar, in welche berufliche Richtung es gehen soll, ist ein Perspektivwechsel nötig. Machen Sie einen Termin mit der Berufsberatung, um die Möglichkeiten abzustecken. Manchmal lohnt es sich auch, nach dem Abschluss eine Pause zu machen und zum Beispiel einen Freiwilligendienst zu leisten. Mehr dazu lesen Sie auf der Themenseite Übergangszeit.
Für viele Eltern ist es sehr schwierig, sich von ihren eigenen Vorstellungen für die Zukunft Ihrer Kinder zu lösen. Wenn Ihr Kind eine andere Richtung einschlägt, als Sie sich das wünschen, kommunizieren Sie gerne offen, was Ihre Wünsche für seine Zukunft sind. Aber signalisieren Sie auch, dass Sie Ihr Kind weiterhin unterstützen, wenn es eigene Wege geht. Einen kurzen Gesprächsleitfaden dazu finden Sie im Beitrag Eltern und ihre Rolle in der Berufsorientierung.
... Hilfe bei der Bewerbung braucht
Eine Bewerbung ist für viele junge Menschen das erste große „Da musst du alleine durch“-Erlebnis. Unterstützen können Sie es trotzdem auf vielfältige Weise.
Seien Sie für Ihr Kind einfach das, was Sie sich selbst für Ihre nächste Bewerbung wünschen würden, zum Beispiel Korrekturleser, Ratgeber oder Fahrdienst. Behalten Sie dabei Vorstellungstermine und Bewerbungsfristen im Blick. Damit entlasten Sie Ihr Kind, überlassen ihm aber weiterhin die Verantwortung. In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchen Übungen Sie bei der Bewerbung unterstützen können.
Berufsorientierungs-Coaches und die Berufsberatung der Agentur für Arbeiten helfen Ihrem Kind in diesem Fall gerne weiter und vermitteln an die richtigen Stellen. Sie selbst können vor allem unterstützen, indem Sie anstehende Vorstellungsgespräche zusammen üben, etwa in Form eines Rollenspiels. Mehr Infos dazu finden Sie in den Beiträgen Bewerbungen gemeinsam meistern und Prüfungsangst überwinden.
... keinen Platz findet
Egal ob Praktikum, Ausbildung, oder Studium: Wenn Ihr Kind nicht auf Anhieb den Wunschplatz bekommt, ist das kein Beinbruch.
In einem solchen Fall können oft Lehrkräfte, die Agentur für Arbeit oder sogar Ihre eigenen Bekannten unterstützen. Denn nicht jedes Unternehmen, dass Praktikantinnen und Praktikanten beschäftigt, schreibt auch die Stellen dazu aus. Weitere umfangreiche Lösungsansätze und Unterstützungsmöglichkeiten dazu finden Sie und Ihr Kind im Beitrag Ein Praktikum finden.
In diesem Fall bietet Ihre örtliche Agentur für Arbeit eine ganze Reihe von Maßnahmen, um Ihr Kind zu unterstützen. Durch eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme zum Beispiel kann Ihr Kind seine Zeit sinnvoll nutzen und seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz erheblich steigern. Weitere Lösungsansätze und Unterstützungsmöglichkeiten dazu finden Sie und Ihr Kind in den Beiträgen So findest du einen Ausbildungsplatz und Kein Ausbildungsplatz? So geht es weiter.
Wenn der Wunschstudienplatz nicht verfügbar ist, gibt es eine ganze Reihe von Ausweichmöglichkeiten und Überbrückungsmöglichkeiten. Diese können je nach Studiengang ganz unterschiedlich aussehen: so kann beispielsweise eine Ausbildung oder ein Freiwilligendienst in der Pflege die Chancen auf einen Medizin-Studienplatz erhöhen. Weitere Lösungsansätze und Unterstützungsmöglichkeiten dazu finden Sie und Ihr Kind in den Beiträgen So findest du den passenden Studienplatz und Keinen Studienplatz gefunden? Tipps und Alternativen.
... vor Herausforderungen steht
Ihr Kind ist längst im Studium oder der Ausbildung angekommen und trotzdem verläuft nicht alles nach Plan? Auch das ist normal – und in den meisten Fällen gibt es dafür bewährte Lösungsstrategien.
In diesem Fall gibt es eine ganze Reihe an Unterstützungsmöglichkeiten, die Sie oder Ihr Kind in Anspruch nehmen können. Welche davon für Sie passend sein könnten und für welche davon Sie infrage kommen lesen Sie im Beitrag Ausbildung und Studium: Finanzierungs-Tipps für Eltern.
Zunächst einmal sollte sich Ihr Kind mit dem Ausbilder oder Ausbilderin oder mit der Studienberatung der Hochschule zusammensetzen. Geht es lediglich um einzelne Aspekte des Studiengangs oder der Ausbildung? Vielleicht ist es auch die Umstellung, die Ihrem Kind zu schaffen macht? Im Gespräch finden sich häufig Möglichkeiten, die Situation zu verbessern – zum Beispiel durch Nachhilfe oder gezielte Fördermöglichkeiten. Mehr Information finden Sie in den Beiträgen Probleme während der Ausbildung, Probleme während des Studiums und Prüfungsangst überwinden.
In diesem Fall sollten Sie und Ihr Kind versuchen, die Situation mit den beteiligten Personen im Betrieb zu klären. Ist das nicht direkt möglich, sollten Sie einen Vermittler hinzuziehen. Gibt es einen Konflikt mit Kolleginnen und Kollegen, ist der Ausbilder oder die Ausbilderin die erste Anlaufstelle. Gibt es mit der Ausbildungsleitung selbst ein Problem, unterstützt Sie in großen Unternehmen die Personalabteilung, in kleineren Unternehmen können Vorgesetzte vermitteln. Mehr Informationen dazu finden Sie im Beitrag Probleme während der Ausbildung.
In vielen Fällen lassen sich Strategien und Möglichkeiten finden, ein Studium oder eine Ausbildung trotz aller Hürden abzuschließen. Gemeinsam mit der Studienberatung oder Ausbildungsleitung lassen sich oft individuelle Möglichkeiten finden, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, wenn es das richtige für Ihr Kind ist. Ein Wechsel oder Abbruch sind jedoch kein Weltuntergang. Unterstützen Sie Ihr Kind in dieser Zeit vor allem emotional und helfen Sie dabei, den Übergang möglichst reibungslos zu gestalten. Mehr dazu lesen Sie in den Beiträgen Studienwechsel oder Abbruch: So können Eltern helfen sowie Ausbildungswechsel oder Abbruch: So können Eltern helfen.

